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Tätigkeitsbericht des Vorstandes für das Jahr 2006

Tätigkeitsbericht 2007

 

Mitgliederentwicklung:

Der Verband hatte Ende 2007 93 Doppelmitglieder, 166 Einzelmitglieder, 4 juristische Personen und 1 Ehrenmitglied.

 

Die Mitgliederzahl zum heutigen Datum beträgt insgesamt 361.

 

Gegenüber dem Jahr 2006 sind dies 8 Personen mehr, wobei es sich in der Regel um jüngere Eltern handelt, die Angehörige haben, die von Autismus betroffen sind.

Knapp 90% unserer Mitglieder sind Eltern, bei den Einzelmitgliedern sind dies aber auch Betreuer autistisch behinderter Menschen. Ca. 5% unserer Mitglieder sind dagegen selbst von Autismus Betroffene.

 

Wir trauern um die verstorbenen, langjährigen Mitglieder

Herr und Frau Funk, Herr Kunst

und werden sie in einem ehrenden Angedenken bewahren.

 

Vorstandsarbeit:

Die Mitgliederversammlung 2007 in den Räumen der Behindertenhilfe Stadt und Kreis Offenbach (BH) war geprägt von den Versuchen, neue Vorstandsmitglieder zu gewinnen und gleichzeitig den Übergang von der langjährigen Tätigkeit der ersten Vorsitzenden, Frau Wendeler, einzuleiten. Zunächst erneut und nochmals vielen Dank für das bislang Geleistete und auch für die Bereitschaft, als zweite Vorsitzende weiterhin zur Verfügung zu stehen. Und damit es nicht vergessen geht, natürlich auch Dank für die Mit- und Zuarbeit von Frau Holter und ihrer Urlaubs- und sonstigen Vertretung, Frau Gebhard, für das über das Soll hinaus Geleistete.

 

Gleicher Dank ist auch an Frau Peter für die weiterhin korrekte und aufwändige Tätigkeit als Kassiererin zu sagen. Im Berichtsjahr fanden neben der Prüfung durch das Finanzamt, mit dem erfreulichen Ergebnis der Bestätigung der Gemeinnützigkeit, auch noch die Vorarbeiten für die Betriebsprüfung durch die BfA für den Prüfzeitraum 01.01.2004 bis 31.12.2007 statt. Das Ergebnis liegt inzwischen vor und ist ebenfalls ohne Beanstandung.

Auf Anregung der Kassenprüfer wurde von mir, nach Zuarbeit von Frau Holter, der Versicherungsschutz des Verbandes geprüft und für kostengünstig und, was wichtiger ist, für ausreichend erachtet.

 

Ebenso erfolgreich konnte nach nunmehr fast 5 Jahren Dauer die Übertragung des Therapie-Instituts auf die Behindertenhilfe Stadt und Kreis Offenbach und die anschließende Umnutzung der verbandseigenen Räume in der Westendstraße für andere Aktivitäten dieses Trägers in der Arbeit mit behinderten Menschen, mit Zustimmung der Kredit gebenden „Aktion Mensch“ abgeschlossen werden.

 

Die von der Mitgliederversammlung am 12.05.2007 beschlossene Satzungsänderung ist am 21.09.07 im Vereinsregister eingetragen, wir führen nun den neuen Namen

 

autismus Rhein-Main e.V.

Regionalverband zur Förderung von Menschen mit Autismus.

 

Hier gilt mein Dank Herrn Böke, der mit viel Geduld die notwendigen Änderungen in unseren Briefköpfen etc. künstlerisch entwickelte und zur weiteren Nutzung dem Vorstand und der Geschäftsstelle zur Verfügung stellte.

 

Der Vorstand hat sich im Berichtsjahr 2007 zu 9 Vorstandssitzungen getroffen. Leider ist es nicht gelungen, die Geschäftsordnung oder besser die Geschäfts-/Ressort-verteilung vollständig zu bearbeiten und umzusetzen. Hier hat der neue Vorstand noch ein weites Betätigungsfeld.

 

Selbstverständlich haben wir auch 2007 den intensiven Kontakt zu unseren Dachverbänden, dem Bundesverband (autismus Deutschland e.V.) und dem Paritätischen Landesverband Hessen e. V. gehalten.

 

Und wir und damit sind auch die Mitglieder gemeint, die nicht/nicht mehr im Vorstand sitzen, haben an den Mitgliederversammlungen, Vorstandssitzungen und sonstigen Veranstaltungen der Vereine, in denen wir Mitglied sind, bzw. auch Mitglied im Vorstand sind, wenn irgend möglich, teilgenommen:

 

Vorstandsmitglieder und Mitglieder vertraten den Verein/wirkten mit, u. a. bei

 

-                      30-Jahr-Feier u. Bezug neuer Räume des TI Langen,

-                      Einweihung der Räume des Ambulanten Dienstes der BH im früheren TI (Schatzkiste, Schatzinsel),

-                      offizielle Eröffnung des Ambulanten Therapie Zentrums der Kinder und Jugend-Psychiatrie (KJP) der Uni-Klinik Frankfurt a.M.,

-                      Fachtag Nieder-Ramstädter Diakonie,

-                      Autismus-Symposium der KJP,

-                      Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach e. V.,

-                      Rosa Bathon Stiftung,

-                      Behindertenhilfe Odenwald e. V.,

-                      FBAG (Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft),

-                      Autism Europe,

-                      Landesarbeitsgemeinschaft autismus Hessen,

-                      IFA (Hans-Kehrer-Institut für Autismusforschung e. V.),

-                      BAG UB (Bundesarbeitsgemeinschaft Unterstützte Beschäftigung),

-                      LAG’H (Landesarbeitsgemeinschaft Hessen Selbsthilfe behinderter u. chronisch kranker Menschen e. V.)

-                      LAG gemeinsam leben – gemeinsam lernen e.V.

 

Besonders gefreut hat uns die Gründung unseres Schwesterverbandes

autismus Mittelhessen e. V.

Regionalverband zur Förderung, Beratung und Begleitung

von Menschen mit Autismus.

 

Ein bisschen Resonanz gab es auch auf das Radiointerview bei HR-Info (03.11.07), das mir zusammen mit dem Vorstandsmitglied Herrn Dr. Cornelius die Möglichkeit bot, über unseren Verband und dessen Angebote zu berichten.

 

Weiter wurde die Vorbereitung zu einer Veranstaltung mit folgendem Thema, die auch dem neuen Vorstand noch genug Arbeit bieten werden, in Angriff genommen:

 

Hilfen für erwachsene Menschen mit Autismus in Krisensituationen

Es wurden 2007 4 Rundschreiben verfasst, in denen unter anderem auch auf Nachstehendes hingewiesen wurde:

 

Themen und Veranstaltungen:

Die zertifizierte Fachtagung „Autismus – Symptome frühzeitig erkennen“ am 7. November in Kooperation mit der KJP ist wohl eindeutig als Höhepunkt unserer Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen im Berichtsjahr 2007 hervorzuheben.

 

120 Teilnehmer aus den angesprochenen Fachbereichen der Kinderärzte, Frühförderstellen und Schulen, natürlich auch die Mitglieder, folgten dem informativen Programm mit den Themen:

 

Auf der Suche nach einer Diagnose: Wege und Irrwege            Susanne Geiger, Mutter

 

Autistische Störungen: Von der Diagnose zur Therapie            Prof. Dr. Fritz Poustka

 

Früherkennung von Autismus-Spektrum-Störungen:
Konzepte, Instrumente und praktische Umsetzung                  Dr. Sven Bölte

 

„Klarheit haben ist lebenswichtig“ Diagnose und
familiäre Bewältigung                                                                Dr. Monika Lang

 

Im Foyer konnten sich dazu noch das Therapieinstitut Langen, das Autismus-Therapiezentrum (ATZ) der KJP sowie die Selbsthilfevereine „Interessengemeinschaft Fragiles X e. V.“ und „Elternhilfe Rett-Syndrom e. V.“ dem interessierten Fachpublikum präsentieren.

 

Das Tagesseminar wurde inhaltlich von Frau Wendeler und organisatorisch von Frau Holter in naher Zusammenarbeit mit Frau Peter gestaltet. Viele fleißige Mitglieder und andere haben bei der Abwicklung geholfen, denen mein Dank für die Vorbereitung und Durchführung gilt.

 

„Schule für Kinder mit Autismus“

Da sich die bisherigen Träger des Arbeitskreises zurückgezogen haben, war ein Neuanfang nötig. Dies ist nur deshalb gelungen, weil die Kontinuität dank Frau Dietsch gewahrt blieb. Hier werden weiterhin neue Tropfen notwendig sein, um den Stein zu höhlen.

 

An Vorbereitung bzw. Textänderungsvorschlägen der vom Hess. Kultusministerium im vergangenen Jahr neu herausgegebenen Schrift „Einstiegshilfen ...“ wirkten bei und nach einem Treffen im Kultusministerium Herr Geiger, Herr Skogseide, Frau Dietsch und Frau Wendeler mit.

 

Frau Dietsch, Frau Wendeler und Herr Schneider, Frankfurt, konnten als Gäste an der (Gründungs-)Veranstaltung „Netzwerk Schule – Autismus“ der Staatl. Schulämter Hessens am 04.06.07 teilnehmen.

 

Insbesondere Frau Dietsch ist weiterhin unsere Vertretung bei Terminen im HKM. Frau Wendeler wird diese Termine so lange wahrnehmen, bis sich ein neuer Schulausschuss konstituiert hat. Sie legt dabei besonderen Wert darauf, dass auch die Belange von Kindern mit Kanner-Autismus in den Gesprächen mit dem HKM berücksichtigt werden.

 

In unserer „Veranstaltungsreihe für junge Eltern“ ging es am 27.01.07 um Autismus-Therapien im Rhein-Main Gebiet mit den Referenten von KJP (Feineis-Matthews und Schlitt), vom TI Langen (Frau Döringer) und zu ABA (Herr Skogseide) mit rund 35 Teilnehmern.

 

Dem folgte am 05.05.07 die Veranstaltung zu Einschulung/Schule mit 40 Teilnehmern, die die Wichtigkeit des Themas belegen und am 16.06.07 eine Veranstaltung zum Thema Biomedizin, Ernährung etc. mit dem Referenten Herrn Dr. Faraji.

 

In der gleichen Veranstaltungsreihe sprach und diskutierte am 07.12.07 mit uns Frau Hirte vom Staatl. Schulamt Frankfurt, auch Frau E. Bludau von der „LAG gemeinsam leben - gemeinsam lernen“ folgte der Einladung, wobei zuvor Herr Dr. Cornelius die Möglichkeit wahrnehmen konnte, an einer entsprechenden Veranstaltung der LAG zum Thema „Gemeinsamer Unterricht“ teilzunehmen.

 

„Erster Arbeitsmarkt für junge Erwachsene mit Autismus“

Hier hat sich insbesondere Herr Müller verdient gemacht, allerdings wären meines Erachtens hier keine Tropfen, sondern Wasserfälle notwendig, um greifbare Ergebnisse zu erzielen. Auch den zukünftigen Vorständen sei das Thema ans Herz gelegt.

Neben vieler Arbeit „im Hintergrund“ sei hier insbesondere unsere Veranstaltung am 01.09.07 (42 Teilnehmer) erwähnt, zu der Herr Müller Herrn Baumgartner vom BBW Abensberg als Referenten eingeladen hatte.

 

Herr Müller sorgte auch dafür, dass die AG Asperger des BV am 05.10.07 sich des Themas annahm und lud Herrn Thorkil Sonne (betroffener Vater und Firmengründer von Specialisterne in Dänemark) als Referenten ein.

 

Das Sozialkompetenztraining für Erwachsene fand auch 2007, weiterhin finanziell unterstützt durch Spende der Eichelsbacher-Stiftung statt und ist mit der neuen selbstverwaltenden Struktur (Elternselbsthilfe) eine Entlastung für den Vorstand, auch wenn hie und da noch Sand im Getriebe ist.

 

Die Gesprächsgruppe I für Frauen und Männer mit Asperger-Autismus („Göbel-Gruppe“) hat sich im Jahr 2007 5 mal (+ 1 mal) getroffen. Die Teilnehmerzahl ist mit 10 bis 17 Personen eigentlich für eine Gesprächsgruppe zu hoch. Es lässt sich aber auch feststellen, dass der Bedarf an Austausch mit Moderation groß ist. Hier wird es im Jahr 2008 Veränderungen in der Leitung geben, die der neue Vorstand vorbereiten muss.

 

Die Eröffnung der Asperger-Gesprächsgruppe II erfolgte am 30.06.07, wobei die Begleitung der Gruppe bei Frau Dr. M. Lang liegt. Die Treffen erfolgten ab diesem Zeitpunkt 5-6 x jährlich.

 

Der Asperger Freizeit Treff findet weiterhin unter Begleitung/Leitung von Frau Elke Degenhardt regelmäßig, etwa 10mal jährlich statt. Es nehmen in der Regel ca. 5-10 Personen teil.

 

Die Freizeit-Gruppe Bad Homburg, ursprünglich für autistische Menschen mit hohem Betreuungsbedarf konzipiert, trifft sich jährlich etwa 10 mal und wird von 4-7 Personen, davon 2-3 mit Kanner-Autismus besucht.

 

Wir müssen allerdings festhalten, dass diese Angebote meist nur von selbständigen Menschen mit Autismus genutzt werden können, weil augenscheinlich die Begleitung zu den Treffen die Eltern oder sonstige Bezugspersonen zu sehr belastet. 3

Unsere weiteren Verbands-Veranstaltungen 2007 waren:

 

Das Frühsommertreffen in der Louisa am 26. Mai fand mit ca. 30 Teilnehmern statt.

 

Das große Sommerfest war dann am Samstag, 15. September, auf dem schönen Waldgelände des Waldcafes der WfbM „Hainbachtal“ der AWO Offenbach mit knapp 120 Teilnehmern überaus gut besucht. Daher findet es in diesem Jahr erneut dort statt.

 

Wegen der sehr kurzfristigen Absage der eingeplanten Band sprangen dankenswerterweise Herr Kloss und dessen Sohn Felix als DJ ein und sorgten für angenehm passende Musik.

 

Während des Festes bestand Möglichkeit zur Besichtigung der WfbM; dies Angebot wurde auch von ca. 40 Festbesuchern genutzt.

 

Zum Abschluss des Vereinsjahres dann das Laternenfest Rüsselsheim am 10.11.07 mit ca. 25 Teilnehmern und einem recht herzlichen Dankeschön an Frau Knoth.

 

Diesmal soll auch nicht vergessen werden, dass in Frankfurt, Rüsselsheim, Langen und Wiesbaden „Stammtische“ der Vereinsmitglieder stattfinden, an denen nicht nur der persönliche Kontakt und Informationsaustausch gepflegt, sondern auch ein „bisschen was für Leib und Seele“ getan wird. Vielen Dank den Organisatoren/innen.

Unsere bewährten, seit Jahren erfolgreichen Angebote zur Entlastung der betreuenden Eltern und zur Erholung/Anregung der Betroffenen haben wir fast alle auch im Jahr 2007 aufrechterhalten können. Dank an die Betreuerinnen und Betreuern bei unseren Ferienfreizeiten

 

 

Es fanden insgesamt 5 Freizeiten statt:

 

1.                  „Osterfreizeit“ mit Reiten

2.                  „Eltern-Kind“ Freizeit in Hessisch - Lichtenau mit Treffen RV Nordhessen

3.                  Wanderfreizeit „Heckelmannmühle“

4.                  Nordsee-Freizeit

5.                  “Familien-Gesprächs-Wochenende“ Hunsrück, nicht nur Freizeit,

sondern gleichzeitig „Eltern-Veranstaltung“ (gefördert durch AOK)

 

Weitere Informationen sind den Rundschreiben des letzten Jahres zu entnehmen.

 

Besonderen Dank aber auch unseren Zuschussgebern, Förderern, Spendern und Sponsoren, ohne deren Hilfe wir dies Alles nicht hätten verwirklichen können:

-                      allen voran der Stadt Frankfurt am Main und der

-                      Aktion Mensch

-                      LEBERECHT-Stiftung,

-                      Meta und Willi Eichelsbacher-Stiftung,

-                      Frau Schepeler,

-                      Konami GmbH,

-                      der überraschenden Spende zum Jahresende durch die Dr. Jentzsch Kinderhilfe Stiftung.

-                      Unterstützung durch Spiel 77 - Mittel des Paritätischen

-                      der stetigen finanziellen Unterstützung durch die Krankenkassen (Selbsthilfeförderung).

 

Frankfurt am Main, 15.03.2008

 

 

Felix Gabor

(Vorsitzender)